Rolf Trauernicht startet Initiative für den Transrapid im Norden

"Dann zahlen's wir lieber selber". Dieses Motto galt schon der Emsland-Autobahn A31, welche in voller Lšnge etwa ein Jahrzehnt früher fertig wurde. Der heute 81-jährige Unternehmer Rolf Trauernicht hatte damals mit privaten Spenden von den heimischen und auch niederländischen Gewerbebetrieben Druck gemacht. Es kamen dabei 8,3 Mio Euro zusammen, die in die beschleunigte Planung der Fernstraße flossen.

Nun hat er in Großefehn eine ähnliche Initiative im Beisein des Chefs der Kamer van Koophandel Groningen, Bernd-Jan Hakvort für den EuroRapid gestartet. Nach einem Bericht der Ostfriesische Nachrichten gab der Geschäftsmann auf einer Pressekonferenz in Großefehn bekannt, hierfür 125000 Euro beisteuern zu wollen. Laut NDR-Bericht in "Hallo Niedersachsen" mahnte er gleichzeitig die Zusage einer Beteiligung der norddeutschen Bundesländer in der Größenordnung von 20% für den deutschen Teil der Strecke zwischen Amsterdam und Hamburg an.

Die Niederlande warten jetzt auf ein deutliches Signal aus Deutschland. Unter dem Eindruck der Proteste gegen die Streichung der Zuiiderzeelijn am 23.05. wird die niederländische Regierung vorerst eine Rad-/Schiene-Lösung untersuchen. Die Magnetbahn-Variante bleibt vorerst in der Schwebe, weil während der Beratung der zweiten Kammer in Den Haag am 02.06.2006 ein Fraktionsvorsitzender feststellte, daß eindeutige Signale aus Deutschland hierzu bisher ausgeblieben sind. Die umgekehrte Devise aus der Zeit der letzten Bundesregierung, daß sich eine Entscheidung der Niederländer für eine Magnetbahn zwsichen Amsterdam und Groningen auch positiv auf eine Transrapidstrecke im Norden auswirken würde, gilt nicht mehr. Jetzt müssen wir das Spiel eröffnen.


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