Und der Transrapid kommt doch

Pressemitteilung zur Vorstandssitzung der GFM-eV in Stadland-Rodenkirchen am 12.04.2008

Die Gesellschaft zur Förderung der Magnetschwebetechnologie (Transrapid) e.V. und das Eororapid-Team werden es möglich machen. Sie haben das EoroRapid®-Verkehrskonzept erarbeitet, mit welchem sich die Transportströme des dritten Jahrtausends bewältigen lassen.

Wichtig ist der strategische Durchbruch für Deutschland und Europa.

Die globalen Kapitalmärkte zeigen, daß jetzt die Entscheidung fällt.

Die drei Alternativen lauten:
a) Einstieg in die Friedensproduktion mit der Magnetschnellbahn als Attraktor,
b) Zusammenbruch der Kapitalmärkte mangels Investitionsvolumen und Ertragserwartung,
c) Einstieg in die Kriegsproduktion mit Vernichtung der menschlichen Zukunft.

Nur mit der Magnetschnellbahn im eigenen Lande werden sich Deutschland und Europa im künftigen globalen Wettbewerb behaupten.

480 Millionen Einwohner der Europäischen Union – im Bündnis mit 325 Millionen Einwohnern Nordamerikas (Vereinigte Staaten und Kanada) und in Partnerschaft mit 145 Millionen Einwohnern der Russischen Föderation – werden von einer Einwohnerzahl von insgesamt mehr als 2,4 Milliarden allein in den süd- und ostasiatischen Ländern wie Indien und China wirtschaftlich herausgefordert und stehen mit ihnen im Zukunftswettbewerb.

Dieser Herausforderung sind die Menschen in Deutschland und Europa nur mit einer Magnetschnellbahn-Infrastruktur gewachsen; nur mit der Magnetschnellbahn können wir in Zukunft ein stabiles globales Gleichgewicht erhalten.

Das EoroRapid-Team bietet daher die maastricht-neutrale Finanzierung, Veranlassung und Fertigstellung des Projektes einschließlich der Betriebsorganisation nebst Aufnahme des Betriebs an.

Die maastricht-neutrale Finanzierung bedeutet, daß zu jedem Zeitpunkt die durch den Bau der Magnetschnellbahnstrecke bewirkten Steuermehreinnahmen die für das Projekt verwendeten Steuergelder rechnerisch überwiegen.

Für die Magnetschnellbahnverbindung Hamburg – Schwerin – Parchim – Berlin gilt, daß sie wegen der zunehmenden Güterströme ab und an Hafen Hamburg Richtung Osten keinen Aufschub mehr duldet. Die Gleisstrecken zwischen Hamburg und Berlin werden gegenwärtig durch die abweichenden Geschwindigkeiten der Schnellzüge (IC und ICE) von 6 bis 22 Uhr für den Güterverkehr weitgehend blockiert. Der Engpaß an benötigter Schienenkapazität beginnt bereits den Hamburger Hafenbetrieb zu beeinträchtigen. Gleichzeitig setzt sich wegen mangelhafter Verkehrsanbindung die Abwanderung junger arbeitsfähiger Menschen aus der Schweriner Region fort. Der Bau der Magnetschnellbahnstrecke Berlin – Hamburg ist daher jetzt, wie durch hinreichend Zahlenmaterial belegt, unabweisbar erforderlich.

Ein fast einstimmiger Beschluß der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg vom 18.01.2006, der Senat möge sich für den Bau mindestens einer Magnetbahnstrecke unter Einbeziehung Hamburgs einsetzen, liegt vor.

Die schriftliche Erklärung der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern liegt ebenfalls vor. Das Land Brandenburg erklärte mündlich seine Bereitschaft zu dem erforderlichen Raumordnungsverfahren, die Berliner Senatskanzlei stimmte der Linie ebenfalls zu.

Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene kann aus jetziger Sicht nicht stattfinden, da die Bahn kaum Kapazitäten für eine Steigerung der Transportleistung frei hat. Dies gefährdet z.B. bereits in wenigen Jahren das Wachstum des Hamburger Hafens. Die Bahnstrecke Hamburg – Berlin ist durch Güter- und Hochgeschwindigkeitsverkehr im Mischbetrieb starken mechanischen Belastungen ausgesetzt, so daß 700.000 Betonschwellen bereits nach wenigen Jahren ausgetauscht werden müssen. Auch aus diesem Grunde erscheint es notwendig, den Hochgeschwindigkeitsverkehr auf eine Magnetbahntrasse auszulagern. Die Magnetschnellbahn bietet sich wegen ihrer ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile an. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis [NKV] ist mehr als zweieinviertel mal so hoch wie beim ICE.

Die Magnetschnellbahn ist in jedem Bereich lukrativer, ihr technisches System hat Zukunft – unabhängig von aktuellen Streckenplanungen. Dies haben auch vergleichende Untersuchungen für eine andere Bahnstrecke im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums ergeben. Sie besagen, daß auf einer künftigen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Berlin und Budapest der Transrapid in der Nutzen-Kosten-Rechnung über die gesamte Zeit eindeutig die bessere Wahl ist.

Für die Strecke Hamburg – Berlin als Bestandteil eines europäischen Transrapid-Netzes wurden die Planfeststellungsunterlagen eines Teilstücks bereits fertiggestellt. Die Planungen einiger Streckenabschnitte müßten jedoch aktualisiert werden.

So bezieht die GFM-eV die Flug- und Seehäfen in ihre Planungen ein, um den umweltschädigenden Mittelstreckenflugverkehr überflüssig zu machen und Expreßgüter in Containern im Transrapid zu transportieren. Für eine schnelle Verladung von Gütern können neue Patente genutzt werden. Hiermit wird eine zusätzliche Betätigung für Handel und Gewerbe geschaffen, so daß schätzungsweise 120.000 neue Arbeitssplätze entstehen.

Die GFM-eV kämpft gemeinsam mit der Bundeskanzlerin dafür, die Koalitionsvereinbarung in die Tat umzusetzen, "mindestens eine" Transrapid-Strecke innerhalb dieser Legislaturperiode zu realisieren und für den Verbleib dieser Schlüsseltechnologie in Deutschland zu sorgen. Es gibt zum Transrapid keine bessere / günstigere Alternative.

Hintergrund: Die GFM-eV

Die Gesellschaft zur Förderung der Magnetschwebetechnologie (Transrapid) e.V. [GFM-eV] wurde am 09.06.2000 in Stadland-Rodenkirchen gegründet. Sie ist eine Fördergemeinschaft engagierter Bürger, die sich für den Einsatz dieser Schlüsseltechnologie mit dem Ziel einsetzt, ein europaweites Transrapid-Netz zu schaffen. Zielsetzung unserer Initiative ist es also damit, eine neue und moderne Infrastruktur zu schaffen, die den Bedürfnissen des 21. Jahrhunderts gerecht wird, und die es einer großen Zahl von Menschen ermöglicht, in vielerlei Hinsicht (Arbeit, Wohnen, Kultur) in einem hohen Maße mobil und flexibel zu sein.

Die GFM-eV möchte aktiv dazu beitragen, daß Vorbehalte in der Politik und Öffentlichkeit gegenüber der Magnetschwebetechnologie ausgeräumt werden und die Bewertung dieses innovativen spurgeführten Verkehrsmittels auf der Grundlage von aktuellen Fakten erfolgt. Sie setzt sich zusätzlich zu der Münchner Anwendungsstrecke für ein europäisches Magnetschnellbahn-Netz ein, welches auch den Transport von Expreßgütern anbietet.

Aus der GFM-eV. entstand am 19.03.2003 eine kommerzielle Ausgründung, die Deutsche EoroRapid GmbH und Co. KG. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Verkehrssystem mit seiner Transportleistung zu vermarkten, während die GFM-eV auch weiterhin gemeinnützigen und wissenschaftlichen Zwecken dient. Der Name EoroRapid stammt von "eoros" (griech.) = Schwebender, "rapidus" (lat.) = rasend schnell ab.

Kontakt für Rückfragen:
Friedrich Wilhelm Merck · Schlesierweg 14 · D-21217 Seevetal (Germany)
Tel. 04105 / 4555 · Fax. 04105 / 4555 · http://www.pro-transrapid.org · info AT pro-transrapid.de


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