Neuer Transrapid-Videospot veröffentlicht

"hÄmmungslos" ruhig

Weiteres Video steht kurz vor der Fertigstellung

Das neu erstellte einminütige Video ist "ein Beitrag für Ihr Wohlergehen". Es ist gestaltet aus dem Blickwinkel der leidgeplagten Anwohner von Bahndämmen, die häufig regelrecht hämmernden Geräuschen ausgeliefert sind. Es basiert auf einem Bericht des Lüneburger Anzeigenblattes Lünepost vom 19./20.09.2009 über Opfer des Bahnlärms. Schon Herrmann Kemper hatte sich vor rund 90 Jahren darüber aufgeregt. Daraufhin machte er bekanntlicherweise eine Erfindung, die sich heute im Transrapid widerspiegelt. Dieser muß endlich im eigenen Land zur Anwendung kommen, nur dann öffnet sich die Tür für einen umweltfreundlicheren Bahnverkehr. Der Einsatz der Spitzentechnologie führt dabei auch zu Wohlstand durch Innovation und einer gestärkten Wettbewerbsfähigkeit.

Zu erwähnen ist noch, daß die Bahn bei der Bemessung von Lärmschutzmaßnahmen einen sogenannten "Schienenbonus" hat. Hierbei wird unterstellt, daß Bahngeräusche eine geringere psychologische Störwirkung haben. Ob damit hämmernde Geräusche gemeint sind, wie sie vorkommen können, ist zu hinterfragen. Bei der Schallbewertung werden hierdurch 5dB vom tatsächlichen Bahnlärmpegel abgezogen. In Zukunft soll der Schienenbonus verringert werden bzw. entfallen. Dies wird den Bau konventioneller Bahnstrecken zum Schutz der Anwohner verteuern und damit den Vergleich von Investitionskosten für Lärmschutzmaßnahmen auf Seiten der Magnetschnellbahn günstiger ausfallen lassen.

Der Betrachter des Videos wird möglicherweise darüber reflektieren, wozu das dort unüberhörbare Hämmern noch führen kann. Der Transrapid "hämmert" jedenfalls nicht, sondern ist "hämmungslos" ruhig.

Die letzten drei Szenen des Spots sind an der Südschleife der Transrapid-Versuchsanlage Emsland (TVE) entstanden. Der Fahrweg führt dort über Acker und durch ein Waldgebiet. Die Landschaft wird nicht - wie bei einer Bahntrasse - zerschnitten, man kann die landwirtschaftlichen Flächen ungehindert nutzen. Es werden auch keine Pferde wild gemacht. Die TVE in Lathen ist einzig auf der Welt. Sie besitzt die Möglichkeit, weltweit beim Bau neuer Transrapidstrecken unterstützend zu wirken. Denn diese Strecken sollen bei Beauftragung möglichst schnell in Betrieb gehen. Daher müssen alle begleitenden Systemtests bereits während der Bauphase auf einer anderen Stecke ohne bereits begonnenen kommerziellen Betrieb stattfinden, und diese Möglichkeit existiert nur im Emsland. Die Versuchsanlage hat sich bereits bei der Inbetriebnahme der Transrapid-Strecke in Shanghai aus einer Entfernung von 10000 Kilometer heraus bewährt.

Das HD-Video zum Download:

hÄmmungslos (frei von Hämmern)

Das Video liegt auch im offenen Ogg Theora Format vor. Letzteres dürfte sich in Zukunft schnell ausbreiten, da für MPEG4-Inhalte (H.264) ab 2011 zusätzliche Lizenkosten aus Software-Patentansprüchen fällig werden. Es kann außerdem mit dem Browser Mozilla Firefox ab Version 3.5 (oder Google Chrome 3.0) direkt ohne zusätzliches Abspielprogramm (wie z.B. Flash Player) betrachtet werden. Ein weiteres, ausführliches Video über den aktuellen Stand der Transrapid-Technologie befindet sich kurz vor der Fertigstellung. Wir werden demnächst darüber berichten.

Die Video-Sektion auf pro-transrapid.org:

http://www.pro-transrapid.org/de/hdtve


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